Kommentar

Diagonale 2005: Bitte, habt uns alle lieb!

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

Nach den Aufregungen der letzten Jahre, den Ansagen der neuen Intendanz und den Anlaufschwierigkeiten während der Vorbereitung kann man behaupten: Die Diagonale 2005 hat Erwartungen und Befürchtungen gleichermaßen enttäuscht. Die gesamte Festivalmaschinerie lief routiniert, um nicht zu sagen reibungslos. Das ist gut fürs Publikum, gut für Sponsoren, gut für Politiker, aber nur bedingt gut für die Filme, den Diskurs, die Politik.

Auf die sechs Festivaltage kamen heuer 140 Vorstellungen und 239 gezeigte Filme. Schon allein die Zahl der Kurzfilm- und Spezialprogramme hat sich im Laufe der letzten paar Jahre verdoppelt, wenn nicht verdreifacht. Parallel dazu gab es mehr Diskussionstermine denn je, einen Workshop für Cutter und - für ein paar eingefleischte Frühaufsteher - noch eine neue Schiene mit Pressegesprächen zu den Filmpremieren des vorangegangenen Tages. Für sich genommen ist das alles wunderbar, in Summe aber schlicht zu unverbindlich.

Birgit Flos, Robert Buchschwenter und


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