Schluss mit Sushi

MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

KUNST Rubens, Canaletto und Giuliani: Wiens Museen packen ihre Barockbestände aus. In der Epoche der Türkenbelagerung, Jesuiten und fetten Paläste blieb in Wien kein Stein auf dem anderen. Habsburger, Austrofaschisten und Nazis missbrauchten das barocke Erbe für ihre Zwecke. Eine Bestandsaufnahme. 

Die Fahrt in den Himmel ist kostenlos für Kinder bis zehn. Sie dauert keine Minute und beginnt am Marmorplafond der Karlskirche. Schon der verglaste Aufzug ist nichts für Menschen mit Höhenangst. In fünfzig Metern Höhe erreicht der Lift die Plattform, die für die Restaurierung der Fresken errichtet wurde. Das Schwindelgefühl steigert sich dann beim Besteigen eines weiteren Aufgangs. Das unter den Schritten der Besucher bedrohlich vibrierende Gerüst führt weiter nach oben, immer näher an die von Johann Michael Rottmayr (1654-1730) gemalten Heiligen heran. Furchtlos lassen sie die Füße von den Haufenwolken baumeln. Schließlich erreicht man die Spitze der Kuppel, wo der Heilige

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