KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

Kunst, vielleicht sogar jegliche Art von Formgebung, hat mit Übersetzung, Verschlüsselung und Codierung von Gedanken und Gefühlen zu tun: Sehr vereinfacht gesagt, ist das das zentrale Thema des Künstlers Cerith Wyn Evans. Der 1958 geborene Waliser verfasst seine Arbeiten gerne in Geheimschrift. Ein zeichenhafter Charakter bürgt dabei aber noch nicht für Lesbarkeit: Mit ihrer eleganten Erscheinung ziehen die Installationen und Skulpturen den Betrachter in ihren Bann und konfrontieren ihn dann doch wieder nur mit hermetischen Botschaften. In der Regel werden Hinweise auf Wyn Evans' persönliche Helden verpackt, als da wären Pier Paolo Pasolini, William Blake, Guy Debord und andere historische Dandy-Revolutionäre. Auch sonst findet der Künstler nichts dabei, seinen subjektiven Vorlieben ohne Vermittlungsinstanz Raum zu geben.

  So hängt gleich am Beginn der Ausstellung in der Bawag Foundation (bis 7.5.) ein riesiger Glasluster des Designers Achille Castiglioni, der in unregelmäßigen


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