Fickforschungsfiktion

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

FILM & BUCH Bill Condons Film "Kinsey" und T.C. Boyles Roman "Dr. Sex" befassen sich beide mit dem legendären amerikanischen Sexualforscher Alfred C. Kinsey - mit unterschiedlichem Ergebnis. 

Jetzt ist es auch schon bald wieder 57 Jahre her, seitdem Alfred Charles Kinseys bahnbrechende Studie über das "Sexuelle Verhalten des Mannes" und 52 Jahre, seit die Folgestudie über die Frau erschienen ist. Arithmetisch schlichteren Gemütern fällt es schwer, das jäh aufblühende Interesse an Kinsey zu begreifen, das uns nun zeitgleich sowohl einen Roman mit dem schlichten Titel "Dr. Sex" als auch einen Film mit dem noch schlichteren Titel "Kinsey" beschert. Kommt als Ursache also nur noch die "Aktualität" infrage: "Immerhin unterscheidet sich das heutige Amerika nicht sehr von dem Land, in dem Kinsey lebte: Es ist eine Gesellschaft mit repressiven Moralvorstellungen, in der Sex Scham und Schweigen gebiert", kann man dem Leseexemplar von T.C. Boyles jüngstem, insgesamt zehntem Roman "Dr.


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