STREIFENWEISE

Kultur | MAYA McKECHNEAY, DREHLI ROBNIK | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

Rippenxylofon" schrieb das Filmmagazin Sight & Sound über Christian Bales method-mäßig abgemagerten Körper, den Brad Andersons Paranoiathriller "The Machinist" so ostentativ ausstellt. Ein hübscher Begriff, umso mehr, als der stark an Hitchcocks Hauskomponisten Bernard Herrmann angelehnte Score tatsächlich immer wieder Xylofonpassagen einsetzt. Warum das viele Gerede über Xylofone und Knochen? Weil sich der Plot selbst viel zu schnell charakterisieren lässt: Regisseur Anderson fusioniert in seiner Geschichte um einen spindeldürren Maschinisten, der unter obskuren Bewusstseinsstörungen leidet und sich daher ständig selbst Post-it-Notizen schreibt, nämlich etwas zu augenfällig Elemente aus Finchers "Fight Club" und Nolans "Memento". Und lässt so allenfalls jenen, die unter krankhaftem Gedächtnisschwund oder sonstigen mental disorders leiden, eine Chance, vom plot-twist am Ende überrascht zu sein.

  Wer schon vergessen hat, was Videokassetten waren und wie viel Erregung sie


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