STADTRAND

Krank geputzt

Stadtleben | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

Alle Schlamperten, Dreckspatzen und Aufräummuffel können jetzt aufatmen - und es putzfimmligen Mitmenschen schwarz auf weiß unter die Nase halten: Putzen ist gefährlich, jawohl. In den Monaten März und April werden hierzulande täglich 85 (!) Menschen in Spitäler eingeliefert, weil sie sich krankenhausreif geputzt haben. Stürze von morschen Sesseln, unsachgemäß aufgestellte oder defekte Leitern oder schlicht die falsche Kleidung, um damit Wände hochzugehen: Was wollen die Putzteufel bloß da oben? Zu den gefährlichsten Aufgaben beim Frühjahrsputz zählt laut Institut "Sicher leben" das Fensterputzen. Und tatsächlich muss man an einem schönen Frühlingstag nur mal an Hausfassaden hinaufschauen, wer da so alles an den Fenstern herumturnt. Wer es in den eigenen vier Wänden sauber haben möchte, ohne die kommenden Wochen eingegipst verbringen zu müssen, dem empfehlen Experten, die Großputzerei auf mehrere Tage zu legen und Fenster nur von der Rauminnenseite aus zu reinigen. Putzen kann krank machen? Lassen wir's doch einfach. Aber wie war das noch mal mit Feinstaub und Hausstauballergie? C. W.


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