An der Charmegrenze

Stadtleben | JULIA ORTNER und CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

ALLTAGSTEST Der Österreichische Tourismusverband wollte allen Ernstes den heimischen Charme unter Unesco-Schutz stellen lassen. Wie bitte? Der "Falter" hat den Wiener Charme auf eine harte Probe gestellt. Und eines ist klar: Prinz Charming lebt hier nicht mehr. 

Nicht genug damit, dass schon die Wiener Innenstadt oder das Schloss Schönbrunn unter ihrem Schutz zu leiden haben: Jetzt soll die Unesco auch noch den heimischen Charme zum Weltkulturerbe erklären. Zumindest wenn es nach den Vordenkern beim Österreichischen Tourismusverband geht, die ihn vergangene Woche als "immaterielles Kulturgut" unter Schutz stellen lassen wollten. Aber steckt mehr hinter dem blöden PR-Gag? Ist der berühmt-berüchtigte Charme in dieser Stadt tatsächlich in Gefahr? Der Falter machte die Probe aufs Exempel und setzte sich mutig dem diskreten Wiener Alltagscharme aus - im Kaffeehaus, in der Bim oder in der Warteschlange. Das Ergebnis: die FalterCharme-Files.

Station Schottenring, vormittags, ein verlassener


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