Möblichtung

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

DESIGN In zwei Ausstellungen gibt's einfallsreiche Leuchtobjekte von Architekturstudenten zum Anschauen und Kaufen.

Dass Architekturstudenten ihre Uniprojekte auch im Originalmaßstab bauen können, gehört nicht gerade zum Studienalltag. Ein Gebäude lässt sich halt nicht so leicht als 1:1-Modell aufstellen. Bei kleineren Designobjekten ist die Sache einfacher. Studierende der Abteilung für Raumgestaltung am TU-Institut für Architektur und Entwerfen entwickelten im vergangenen Semester Leuchtobjekte, die sie tatsächlich in realer Größe umsetzten. Die einfallsreichen Leuchtmöbel gibt's jetzt an zwei Orten zu sehen und sogar zu kaufen.

Die Studis mussten Objekte entwerfen, die einerseits die Raumstimmungen mit Licht verändern können, und dabei sowohl als Leuchte wie auch als Raumteiler funktionieren sollten. Es sei im Prinzip darum gegangen, das Konzept des Paravents zu entstauben, erklärt Institutsassistent Anton Kottbauer. Unterstützung gab es für die Jungdesigner während der Entwicklung von Profis aus der Wirtschaft - etwa von der Lichtfirma Zumtobel oder dem Büromöblisten Bene -, die Materialien für ihre Entwürfe durften die angehenden Architekten frei wählen. Ein Student experimentierte zum Beispiel mit Nudelteig (wobei das Endprodukt ganz und gar nicht danach aussieht), ein anderer schuf aus einem Spiralfederkerneinsatz eine wackelige "Seekrankbank", und eine Studentin machte aus 1500 McDonald's-Strohhalmen einen Raumteiler. Die mitunter sehr schicken Arbeiten kosten zwischen 200 und 1700 Euro und können bei Bedarf nachgebaut werden. Manchmal müssen aber auch die Benutzer selber ran: Zu einer Do-it-yourself-Petflaschen-Recyclingskulptur gibt's beispielsweise nur die Grundstruktur. Die Flaschen dazu muss man schon selber sammeln und pressen und kann sie dann ganz individuell zusammenbauen.

Bis 5.4. ausgestellt bei: Zumtobel Lichtforum, 1., Jasomirgottstraße 3-5, Mo-Do 8-17, Fr 8-13 Uhr und Bene-Schauraum, 1., Renngasse 6, Mo-Do 8-17, Fr 8-15.30 Uhr.


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