Was macht eigentlich Peter?

Stadtleben | aus FALTER 12/05 vom 23.03.2005

NEUES LOKAL Das Café Salzgries wurde zu einem französischen Edelbistro namens Le Salzgries und - so hart das sein mag - sogar sehr gut. Florian Holzer

Groß war der Schmerz, als das Salzgries zusperrte, größer noch war die Verzweiflung, als man vernahm, dass es nicht nur umgebaut, sondern auch noch französisch werden solle. Und man weiß ja, was das bedeutet: Schampus von Luxuskonzernen, Leber von gequälten Gänsen und Rotweine um 300 Euro pro Flasche - das dekadente Horrorszenario für die freundliche Salzgries-Community, von der dort ja seit Jahren eine liebenswerte gastronomische Gegenkultur hochgehalten wurde. Dass das Café Salzgries selbst ein Kunstprodukt war und erst Ende der Achtzigerjahre installiert wurde, spielte keine Rolle, wer der Feind war, war klar: der Franzose.

Der Franzose heißt Denis König, stammt aus Nizza, lernte in München Deutsch, um in Wien studieren zu können, entschied sich nach drei Semestern allerdings doch für das Kochen. Er begann im Salut, Wiens


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