STADT LAND

Steiermark Politik | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

GRAZ Dass Kasernenschließungen auch positive Effekte haben können, zeigen die Pläne für das Gebäude des Korpskommandos am Grazer Glacis, das seit inzwischen fünf Jahren leer steht. Wenn alles gut geht und das für den Umbau nötige Kleingeld aufgetrieben wird, könnte ab 2007 die Kunstuni das ehemalige Palais Kees nutzen, das schon in der Monarchie als Kaserne diente. Wenn das Modell auch in Bezug auf die weiteren neun in der Steiermark von der Schließung bedrohten Standorte Schule macht, steht einem kulturellen Aufblühen des Landes nichts mehr im Weg.

ROTTENMANN Noch schlechter, als zuletzt befürchtet, ist das Jahresergebnis 2004 der früheren steirischen New-Economy-Hoffnung JoWooD aus Rottenmann ausgefallen. Mit 22 Millionen Euro überstieg der Jahresverlust sogar noch den Gesamtumsatz von 18,4 Millionen. Umstrukturierungen und neue Märkte sollen das Unternehmen, das unter anderem mit Spielen wie "Die Völker" oder "Spellforce" bekannt wurde, wieder auf Kurs bringen. Ein potenzieller Bringer: das in Entwicklung befindliche Lizenzspiel "Stargate" der gleichnamigen Science-Fiction-TV-Serie. Hoffentlich hat der Teasertext auf der JoWooD-Website nichts Prophetisches: "Sie wissen: Ihre härteste Prüfung liegt vor ihnen ... Ein uraltes Grauen erwacht."

GRAZ UND DIE WELT Die Versuche des Grazer Instituts für Fahrzeugsicherheit haben ein ungeheures internationales Medienecho ausgelöst. 21 Leichen wurden in der Zeit von 1994 bis 2003 zur Entwicklung von Crashtest-Dummies verwendet. Ein entsprechender Bericht von Associated Press wurde von den meisten großen Medien der anglophonen Hemisphäre - zumindest auf den Onlinediensten - weiter verbreitet. Aber auch Medien wie "La Repubblica" oder "El Mundo" berichteten.


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