»Was habe ich gesagt?«

Steiermark Kultur | WERNER SCHANDOR | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

LITERATUR Die Grazer Autorin Olga Flor über ihren neuen Roman "Talschluss", das zunehmende Abrutschen der Gesellschaft, die Fetischisierung des Essens, den Schönheitswahn der Männer und das weltfremde Frauenbild der ÖVP. 

Die Lüge unter der Oberfläche des Seins ist ein zentrales Thema der österreichischen Nachkriegsliteratur. Der inhaltliche Schwerpunkt hat sich in den letzten Jahren der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung entsprechend auch in der Literatur verschoben - weg von Massenmord und Naziwahn, hin zum Wohlstandsirresein. Literatur enthüllt dabei eine Form der Wirklichkeit, die vom täglichen Medientsunami einfach weggespült wird. Man kann diese Wirklichkeit in einem Land, in dem der Begriff Verdrängung eine so große Rolle spielt, Psyche nennen. Die Autorin Olga Flor weitet in ihren Texten den Riss, der sich in der Psyche auftut, zu einem Spalt aus, und sie wendet dabei von Text zu Text immer zugänglichere literarische Mittel an. Ihr Romandebüt "Erlkönig"


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