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Killer-Karten

Steiermark Stadtleben | DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

Michael und Christoph kennen einen Trick: Wenn im Spielzeugladen ein neuer Booster ankommt - eine nagelneue Serie von Yu-Gi-Oh-Karten -, halten sie das Päckchen zwischen Daumen und Zeigefinger und knicken es vorsichtig. Wenn der Kartenstapel dick ist und beim Knicken Widerstand leistet, ist das ein gutes Zeichen: Dann ist nämlich ziemlich sicher eine Glitzerkarte drin. "Die sind wertvoller und können beim Spielen mehr", erklärt Michael fachmännisch. Außerdem glitzern sie nett. Der Boosterkauf ist ein reines Glücksspiel: Um 4,90 Euro gibt es 13 Karten. Viele davon sind aber wenig wert, entweder weil der Sammler sie schon hat, oder weil eben keine Glitzerkarten dabei sind.

  Samstags treffen sich die Schüler im Spielzeugshop Rieger in der Reitschulgasse 20 zum Spielen. Christoph und Michael knallen abwechselnd bunte Karten auf den Tisch, nach welchen Regeln und warum die Jungs ab und zu jubeln, ist für Laien ziemlich undurchsichtig. "Angsteinjagendes Gebrüll" oder "Voreiliges Begräbnis"


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