Castro ist sterblich

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

AUSLAND Eine neue Welle der Opposition erhebt sich auf Kuba. Sie könnte zu einer wichtigen Voraussetzung für das Regime nach Castro werden.  

Woche für Woche wiederholen sich die gleichen Szenen: Eine kleine Gruppe weiß gekleideter Frauen bewegt sich nach der Sonntagsmesse langsam Havannas Hauptstraße entlang. Berta Soler Fernandez, die bekannteste der sogenannten "Frauen in Weiß", berichtet von aufmunternden Signalen aus den vorbeifahrenden Autos. Manchmal tragen die Frauen Bänder mit der Aufschrift "amnistía", und einmal haben sie es trotz der ständigen Einschüchterungsversuche der Staatssicherheit sogar gewagt, Flugzettel zu verteilen. Aber bis jetzt haben sie durchgehalten.

Die 61 nach wie vor inhaftierten kubanischen Dissidenten, Söhne, Brüder und Ehemänner der mutigen Demonstrantinnen sind nicht vergessen. Vor zwei Jahren waren sie unter dem Vorwurf des Landesverrats zu Gefängnisstrafen von sechs bis 28 Jahren verurteilt worden - unter ihnen so bekannte Persönlichkeiten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige