Entkernung

Vorwort | ANTON PELINKA | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

KOMMENTAR Die FPÖ schmeißt die Deutschnationalen hinaus. Was bleibt dann noch vom "dritten Lager" übrig? 

Der Schöpfer der "Lagertheorie" war Adam Wandruszka. Er führte, vor mehr als fünfzig Jahren, die Entwicklung der österreichischen Parteien seit dem späten 19. Jahrhundert auf drei stabile Traditionen zurück: die sozialistische, die katholisch-konservative und die deutschnationale. Dem entsprach auch, bis zum Aufkommen der Grünen, das Parteiensystem der Zweiten Republik. Allerdings war das "dritte" Lager deutlich kleiner als die beiden anderen: schon in der Ersten Republik, als Großdeutsche Volkspartei und Landbund in Summe immer deutlich hinter den Sozialdemokraten und den Christlichsozialen lagen; und erst recht in der Zweiten, als - zwischen 1956 und 1986 - die FPÖ kaum über einen Stimmenanteil von fünf Prozent hinauszukommen vermochte.

  Das deutschnationale Lager war die Ausgangsbasis, aber nicht das Erfolgsgeheimnis des Aufschwungs der Haider-FPÖ zu den lichten


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