Besuch in Nigeria

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

RASSISMUS Eine Audienz beim Botschafter, der sich über Rassismus in den Medien beschwert und die Drogenpolitik seiner Heimat Nigeria empfiehlt. 

Das wuchtige Palais am Rennweg 25 ist - völkerrechtlich gesehen - nigerianisches Hoheitsgebiet. Hier residiert Botschafter Biodun Owoseni, ein weitgereister Diplomat. Seit kurzem ist er in Wien, und er hat, wie er es diplomatisch ausdrückt, "exzellente Beziehungen" zur österreichischen Regierung. Nur mit den Medien des Landes hat Owoseni ein Problem. Deshalb lud er den Falter kürzlich zu einer Audienz.

  Als Vertreter der nigerianischen Regierung verfolge er die Wiener Medien sehr genau, sagt Owoseni und deutet auf einen großen Stoß mit englischen Übersetzungen der Kronen Zeitung: "Diese Zeitung berichtet wirklich rassistisch und ausländerfeindlich. Manchmal bekommt man hier den Eindruck, als ob wir Schwarze hier einfach nur Kriminelle sind, die Probleme in die Gesellschaft tragen." Er zieht einen aktuellen Bericht der EU-Kommission


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