Kommentar

Die Kulturrevolution von 2010

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

Diesmal lief für Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny alles glatt. Anders als zuletzt beim peinlichen Kommunikationschaos um eine mögliche Ablösung von Festwochen-Leiter Luc Bondy durch den Regisseur Martin Kusej verkündete Mailath am Gründonnerstag, den Vertrag von Hans Hurch als Direktor des Wiener Filmfestivals Viennale um fünf Jahre verlängern zu wollen. Und diesmal protestierte niemand.

Das hat wohl weniger damit zu tun, dass Mailath seinen Entschluss aus der medialen Deckung des langen Osterwochenendes bekannt gab, sondern eher damit, dass Hurch mittlerweile ein Konsensdirektor ist, auf den sich alle Beteiligten weitgehend einigen können. Sollte sein Engagement 2010 nicht noch einmal prolongiert werden, dann wird Hurch die Viennale insgesamt 13 Jahre lang geleitet haben. Das ist ziemlich lange - und scheint doch beinahe kurz im Vergleich zur amtlichen Langlebigkeit seines Direktorenkollegen Ioan Holender von der Wiener Staatsoper.

Dessen Vertrag wurde zuletzt von Kunststaatssekretär


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