Die Menschen des Kinos

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

FILM Der neue Film von Gustav Deutsch ist ein echter Kino-Film: Es geht um historische Filmaufnahmen von Kinos, um die Menschen, die diese Kinos besuchten - und um die Filme, die sie sahen. Im Interview erklärt der Wiener Avantgarde-Filmemacher, wie "Welt Spiegel Kino" funktioniert. 

Gustav Deutsch macht seit Anfang der Achtzigerjahre Filme. Filme aus anderen Filmen, sogenannte Found-Footage-Filme. Schaut man sich deren Titel an, wird deutlich, dass sein Werk dem Projekt der Verdichtung, dem essenziell Filmischen verpflichtet ist. "Taschenkino", "Film spricht viele Sprachen", "Film ist mehr als Film", "Film ist." und schließlich: "Welt Spiegel Kino". Er "zerlegt uns die Welt", hat ein anderer Gustav, Ernst mit Nachname, einmal über ihn gesagt, "damit wir sie besser sehen können, und die herrschenden Bilder, damit wir besser sehen, was und wie durch sie gesehen wird".

  Deutsch ist gebürtiger Wiener, Jahrgang 1952, hat Architektur studiert, stieß in den Siebzigerjahren zu den jungen


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