WELT SPIEGEL KINO

Fantasie des Unmöglichen

Kultur | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

Welt Spiegel Kino" ist ein technisch aufwendiges work in progress, das sich in drei gefundene Filmdokumente aus den Zehner- und Zwanzigerjahren vertieft, um seine eigene Fiktion zu schaffen und Überlegungen zum Verhältnis zwischen der Realität der Straße und der des Kinos anzustellen. Ausgangspunkt sind drei Filmszenen, die in Wien, Surabaya und Porto aufgenommen wurden und jeweils Leute vor einem Kino zeigen. Im Kinematograf Theater in Wien-Erdberg läuft "Die schwarze Kappe" (1911), ein dänischer Sherlock-Holmes-Film, im Apollo Theater in Surabaya wird "Die Nibelungen" (1923) von Fritz Lang gezeigt und im Kino von Porto "José do Telhado" (1929), ein Nationalepos um einen portugiesischen Bauernführer.

  Mehr als diese Filme interessieren Gustav Deutsch jedoch die Leute, die sich auf der Straße vor dem jeweiligen Kino angesammelt haben. Er zoomt in die Bilder, holt sich einzelne Personen aus der Menge und macht sie zu "Menschen des Kinos", indem er mithilfe anderen zeitgenössischen


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