The Long Goodbye

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

THEATER There are kangaroos in Austria: Der australische Regisseur Barrie Kosky arbeitet seit vier Jahren am Wiener Schauspielhaus. Ende des Jahres wird der Co-Direktor das Theater vorzeitig verlassen. 

Theaterdirektoren sehen normalerweise anders aus. Piercing in der Augenbraue, jede Menge schwere Ringe an den Fingern: Barrie Kosky entspricht schon äußerlich nicht dem Berufsbild. Auch die Inszenierungen des australischen Regisseurs wirken auf deutschsprachigen Bühnen erfrischend anders: Anstelle von kopfigen Konzepten setzt Kosky ungeniert auf kräftige Bilder und starke Effekte, ganz selbstverständlich vermischt er verschiedene Stile und Genres, und ohne Livemusik geht bei ihm sowieso nichts. Meist sitzt der Chef in seinen Aufführungen Abend für Abend selbst am Klavier und haut in die Tasten.

  Seit vier Jahren ist der 38-jährige Australier - gemeinsam mit Airan Berg - Co-Direktor des Wiener Schauspielhauses. Acht Inszenierungen hat er hier bisher erarbeitet; manche gingen daneben,


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