"Muss immer aufräumen"

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

MUSIK Hans Platzgumer, weitgereister Säulenheiliger der hiesigen Musikszene, zieht mit dem autobiografischen Roman "Expedition" und einer CD-Anthologie Zwischenbilanz. 

Ein ordentlicher Mensch sei er, "sehr ordentlich sogar". In der Autobiografie des vagabundierenden Underground-Helden Hans Platzgumer überrascht eine solche, prominent platzierte Aussage dann doch. "So wie ich gerne einen aufgeräumten Schreibtisch habe, so gerne habe ich einen klaren Kopf", sagt der Musiker im Falter-Interview. "Ich habe als Teenager wohl zu oft ,Tetris' gespielt, deshalb muss ich immer aufräumen. Und später habe ich dann zu viele Tragödien mit Drogensüchtigen jeder Couleur erlebt."

  "Expedition", das soeben erschienene Buch des Ausnahmemusikers, weiß zwar auch mit Drogengeschichten, Rattenjagden in New Yorker Kellerwohnungen und wilden Tour-anekdoten über Platzgumers Reise von Innsbruck über beide US-Küsten, Brixton, Hamburg und München an den Bodensee aufzuwarten. Vor allem aber scheint

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