STADTRAND

Lila Pause

Stadtleben | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

Wir hätten gar nicht gedacht, dass wir sie so vermissen. Die U2 gilt ja - zumindest im momentanen Zustand - eher als Parodie auf eine U-Bahn-Linie. Mickrig ist sie, die Abstände zwischen den Stationen sind lächerlich gering, Fahrgäste können sich quasi immer noch zwischen den Stationen (Rathaus und Volkstheater) rufend verständigen. Kurz: Die U2 ist das Würschtl unter den U-Bahnen. Doch dann war sie ein paar Wochen zu. Due to construction working haben wir weite Strecken zu Fuß zurückgelegt (die Zweierlinie zieht sich ganz schön, vor allem im Schneegestöber) oder in sehr überfüllten Straßenbahnen. Ein Autohersteller hatte sogar die Schnapsidee, Passagiere zwischen Karlsplatz und Schottentor gratis in schicken Zweisitzflitzern zu transportieren. Hoffentlich haben alle viel Spaß im Stau gehabt. Aber jetzt ist sie wieder da, die U2. Sogar ein paar Tage früher als geplant, was zeigt, dass man sie wirklich braucht. Und wenn die lila Linie einmal groß ist, bis zum Ernst-Happl-Stadion (im Jahr 2008) und sogar bis nach Aspern (angeblich 2009) führt, dann sagen wir nie wieder Würschtl zu ihr. Versprochen. C. W.


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