PHETTBERGS PREDIGTDIENST

Hl. Sadomasomesse

Stadtleben | aus FALTER 13/05 vom 30.03.2005

... Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan...

Joh 20,19-31 (Evangelium am 2. Ostersonntag)

Die römische Liturgie der Gründonnerstage liegt im Waschen der Füße der Opfer, oder sind es die Täter? Jedenfalls werden sie gewaschen in der Art der Sadomasosessionen und anschließend geküsst. Denn es ist nicht gesagt, dass die Opfer nicht große und größte Zärtlichkeiten zugewendet erhalten sollen. Es ist ein Prozess des Empfindens und Spürens. Ist es doch der Sinn der Leben zu spüren und zu verblüffen. Und wenn die Liturgien der Messen und Andachten und Meditationen vermehrt werden um die Sadomasosessionen, werden die Kirchen keine Spannungen haben.

Du opferst der Schönheit, doch die Schönheit hat keine Geduld. Es opferte Christus seinem Sado, der Gottheit, die tief sitzt im Imago des Christus, dass alles strahlt und wirkt und Berge versetzt. Weil also die Gottheit den Christus aufganselt, dass er heiß wird und seine Gottheit aufheizt und sich hingibt, so ähnlich wirkt der Liebreiz des Begehrten, bis zum Wahnsinn des Opfers. Zur unblutigen Erneuerung des Kreuzestodes Christi. Darum wird in den Messen und Seitenkapellen der Kirchen viele Stunden das Opfer der Masys dargebracht, von der Caritas der Glut der Sady, entbrannt, die sich aufopfern werden, die größten Schmerzen zu spüren, um aus dem Bade des sadomasochistischen Feuers liturgisch ganz rein den Seitenkapellen dann zu entsteigen. Dutzende hängen in Domen und Kapellen und opfern sich auf, während sie reichlichst empfangen. Die Sadys regulieren ihre Liebe vom Glucksen und Schnurren zum Warten und Darbringen an das gegenüberliegende Du. Bis der lebendige Leichnam, abgenommen als Pietà und Kätzchen zugleich, in den Schößen der sich opfernden Sadistys zu liegen und weinen kommt. Das wird die Kirche sein, sich darbringen und dann so kräftig, wie Christus erstanden von einem Tode, nun zu einem Leben aufzuerstehen, am Ostermorgen, wo der Frühling noch frisch ist und kühl. Das wird die Kirche sein, oder sie wird nicht mehr sein.

Die ungekürzte Version des "Predigtdienstes" ist über www.falter.at zu abonnieren.


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