VOLKSWIRT CHRistian Lager

"Schließen aber behutsam"

Steiermark Politik | DONJA NOORMoFIDI | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

Christian Lager vom Institut für Volkswirtschaftslehre an der Karl-Franzens-Universität in Graz spricht über die Folgen der Schließungswelle für die örtliche Wirtschaft und kluge Ansiedlungsprogramme.

Falter: Nach der Schließung von Postämtern, Gendarmerieposten und Bezirksgerichten sind jetzt auch die Kasernen dran. Welche volkswirtschaftlichen Probleme bringt die Schließungswelle mit sich?

Christian Lager: Das Problem ist in allen vier Fällen ein ähnliches. Wenn eine öffentliche Stelle gesperrt wird, ist es grundsätzlich anders als bei einem privaten Unternehmen. Der Österreicher an sich ist ja nicht sehr mobil, deshalb suchen sich Arbeiter und Angestellte bei einer Betriebsschließung häufig in der gleichen Region eine neue Stelle. Bei Beamten geht das nicht. Ein Postler oder ein Offizier sind spezialisierte Beamte, die in einem anderen Bereich keinen Job finden. Sie werden dann an Einrichtungen in anderen Regionen abkommandiert und wandern ab.

Im Fliegerhorst in Aigen im


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