Pathos gegen Partisanen

BARBARA PREDIN | Steiermark Politik | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

ZEITGESCHICHTE Das neue Antipartisanenepos "Il cuore nel pozzo" reißt alte Gräben zwischen Italien und Slowenien wieder auf. 

Kein Italo-Western, kein Schlagerspiel der serie A, kein telespettacolo - ein in zwei Teilen ausgestrahltes Historiendrama lockte Anfang Februar zehn Millionen Italienerinnen und Italiener vor den Fernsehschirm. Absoluter Quotenrekord für "Il cuore nel pozzo"/"Das Herz im Abgrund", ein Streifen, der einen sensiblen historischen Stoff als Erzählung eines persönlichen Schicksals - ohne offene Propaganda, aber unhistorisch, politisch naiv und mit einer satten Portion Pathos - wieder aufbereitet. Anlass jedenfalls für große Aufregung schon im Vorfeld der RAI-Premiere. Der Antipartisanenfilm, eine italienisch-serbische Co-Produktion, war als Auftakt der Feierlichkeiten zum 10. Februar gedacht, in Italien seit 2004 ein Staatsfeiertag zum Gedenken an die Opfer der "foibe" und des istrisch-dalmatinischen Exodus. Für Slowenien andererseits steht damit nach den Grenzkonflikten

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