Schönes Theaterland

Steiermark Kultur | MATHIAS GRILJ | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

THEATER Theatertruppen, die es auf die Bühne des brav dotierten "Theaterland Steiermark" geschafft haben, freuen sich. 

Die meisten Leute, die vom Schicksal beauftragt werden, Theater zu machen, stellen sich darauf ein, dass dies auf der Ebene von Selbstausbeutung passiert. Wenn man nicht Sarah Bernhardt heißt oder Claus Peymann, muss man wie ein Blöder jobben, um diesem Auftrag Gottes gerecht zu werden. Ärzte, Rechtsanwälte und Beamte tun sich mit ihrer Berufung etwas leichter. Journalisten auch. Durchschnittliche Theatraliker jedoch rennen um öffentliches Geld, um jene Kunst machen zu können, die ihnen keines bringen wird. Jede Produktion ist ein Wagnis und findet immer nah am Schuldturm statt.

  Das steirische "Theaternetzwerk" - personalisiert in Peter Faßhuber vom Oberzeitinger THEO und dem Stradner Konrad Seidl - nimmt einigen Gruppen und Veranstaltern im Land die ärgste Last von den Schultern, garantiert per Handschlag ihre Produktionen und knüpft sie heuer in einen Kranz


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