IN KÜRZE

Steiermark Kultur | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

SLAM Von Preisschriften und Sängerstreitlegenden bis zu Eurovisions-Songcontest und diversen Bandwettbewerben: Wo eine künstlerische Ausdrucksform dem Maß der "Darbringung um die Wette" unterworfen ist, so das Gefühl, sind Strukturverkrustung und "kunstfremde" Kapitalinteressen am Werk. Und eben dasselbe Gefühl beschwört bei dem Begriff "Dichterlesung" düstere Bilder gelangweilten Herumsitzens herauf und Moderationen, die damit beginnen, es werde "nicht zu lange dauern"...

  Dass aber Literatur im weitesten Sinne von Wortkunst lebt und dass solches Leben der Form des Wettbewerbs durchaus nicht widerspricht, dass es tatsächlich noch Publikum gibt, das nicht primär am Distinktionsgewinn des Leserseins interessiert ist, sondern an guten Texten: Das alles weiß, wer die Poetry-Slams kennt, jene Kreuzung aus HipHop-MC-Battle, Bachmannpreissitzung und Party, die in den letzten Jahren über die deutschen Metropolen nach Österreich gekommen sind.

  Nach Innsbruck (Bierstindl) und Wien


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