Was bleibt von Haider?

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

FPÖ Jetzt ist er wirklich weg: Jörg Haider lässt die Blauen rechts liegen und gründet eine orange Partei. Eine Ära geht zu Ende. Wie haben Haiders Freiheitliche die Republik verändert? Ein Nachruf. 

So "lässig" und "flott" präsentiert sie sich also, Jörg Haiders neue Bewegung: Vor einem monströsen, petrolfarbenen Vorhang steht eine Plastikwand. Schlampig hat jemand ein zerknittertes Leintuch darübergeworfen. Fünf verbrauchte Gestalten, von Niederlagen und Intrigen mitgenommen, zupfen an dem Fetzen herum. Zum Vorschein kommen drei Buchstaben in stumpfen Orangetönen - B, Z und Ö. Schick wie die Gewerkschaft in den Siebzigerjahren.

  In der Urania, Bühne von Wiens berühmtesten Kasperltheater, zertrümmerte Jörg Haider endgültig sein Lebenswerk. Am Montag trat der Kärntner Landeshauptmann aus der FPÖ aus und stellte belustigt glucksenden Journalisten seine jüngste Wunderwaffe vor: das Bündnis Zukunft Österreich (siehe Kasten). Geführt wird die neue Partei von altem


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