Wiener Verhältnisse

Politik | STEFAN VEIGL | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

ABTREIBUNG Vor dreißig Jahren setzte die Regierung Kreisky die Fristenlösung durch. Erst seit vergangener Woche kann auch an Salzburgs öffentlichen Spitälern abgetrieben werden - mit Ärzten aus Wien. 

Sie stehen in der Fußgängerzone in der Innenstadt und verteilen Prospekte und schwarze Luftballons - und sie stehen natürlich auch vor dem Eingang des Landeskrankenhauses: Aktivistinnen und Aktivisten der katholisch-fundamentalistischen Jugend für das Leben. Neben einem eineinhalb Meter großen Plastikembryo sagt die junge Michaela aus tiefster Überzeugung: "Abtreibung ist keine Lösung." Die Antwort auf die Frage, was aber die beste Lösung für eine 16-Jährige aus dem Lungau, die ungewollt schwanger ist, sein soll, bleibt sie trotz minutenlanger Debatte schuldig.

  Auch der Pressesprecherin der Landeskrankenanstalten, Mick Weinberger, ist anzumerken, dass sie froh ist, wenn sich der Rummel um die Abtreibung wieder gelegt hat. Sie legt Wert darauf, dass das Krankenhaus um die


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