Praktisch tot

Politik | STEFAN APFL | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

UNIS Die medizinische Fakultät verabschiedet sich vom freien Hochschulzugang. Experten halten das für rechtswidrig. 

Die Studiengebühren galten als der erste Tabubruch, schon bald könnte der nächste folgen. Dem freien Hochschulzugang, heilige Kuh aller Parteien, droht das Aus. Der Grund dafür: ein drohendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg - und die erste umstrittene Reaktion der medizinischen Fakultät darauf.

  Konkret handelt es sich bei dem gegen Österreich anhängigen Verfahren um die Diskriminierung ausländischer Studierender. Folgt der EuGH der Meinung seines Generalanwalts - und das geschieht in vier von fünf Fällen -, müssen Studiosi aus EU-Europa schon bald keinen Studienplatz im Heimatland mehr vorweisen. Das könnte Tausende deutsche "Numerus-Clausus-Flüchtlinge" nach Österreich treiben (siehe Falter 04/05). Für viele der ohnehin finanziell unterdotierten Universitäten ein gewichtiger Grund zur Sorge. Das Urteil soll noch dieses Jahr


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige