PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

Um der Bedeutung der Stunde und dem Interesse der Leser gerecht zu werden, produzierten Österreichs Zeitungen am Wochenende unglaubliche Mengen an Text. Unbestritten die Fleißigste war die Kleine Zeitung: Am Sonntag brachte sie zum Tod des Papstes eine 32-seitige Sonderbeilage samt acht Seiten Aktuelles, am Montag noch einmal 13 Seiten. Selbst wenn man das Klein- auf Großformat umrechnet, wären das 26,5 Seiten. Platz zwei belegte der Kurier mit je sieben Seiten am Sonntag und am Montag. Ex aequo, obwohl sie mangels Sonntagsausgabe einen Startnachteil hatten: die Salzburger Nachrichten mit ebenfalls 14 Seiten. Die Krone brachte es auf 20 kleinformatige Seiten, der Standard auf neun großformatige, die U-Bahn-Zeitung Heute immerhin auch auf acht in ihrem Format. Lobend erwähnt werden muss das profil mit 22 Magazinseiten, obwohl Johannes Paul II. Samstagnacht, 24 Stunden nach dem offiziellen Redaktionsschluss, verstarb. Außer Konkurrenz lief diesmal die Presse: Auf Seite 1 kündigte sie "15 Seiten Sonderberichte, Kommentare, Analysen" an, im Blatt war die 15. Seite aber partout nicht zu finden.


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