FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

"Desperate Housewives" (ORF 1, Mo, 22.05 Uhr), das ist jetzt also das, was kommt, wenn man "Sex and the city" hinter sich hat. Noch hat man das reaktionäre Ende der einstmals flotten Vier-Singles-in-New-York-Serie im Kopf - so à la jede Frau braucht einen braven Mann, um komplett zu sein - schon zeigen uns vier Upperclass-Hausfrauen, wie scheiße die Ehe mit Prince Charming in der edlen Vorstadtvilla dann wird. Dort sind die Gärten gepflegt, die Partys öd und die Männer dämlich/fad/impotent oder fesch wie der Klempner von nebenan. "Desperate Housewives" will so abgründig wie das epochale "Twin Peaks" sein, reitet auf den schmutzigen Geheimnissen hinter weißen Gartenzäunen herum. Blöd nur, dass die Ladys und ihre Leichen im Keller eher platt rüberkommen, schon im Pilotfilm werden die ersten family secrets undezent mit dem Zaunpfahl angedeutet. Dafür sind die verzweifelten Hausfrauen ähnlich witzig wie einst die lustigen Omas in den "Golden Girls" - und Überraschung!, der "Golden Girls"-Produzent hat auch die Hausfrauensaga erfunden.


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