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Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

Das Theatercombinat Wien ist der Streber unter den Wiener Theatergruppen. Hier wird nicht probiert, hier wird "am Text gearbeitet" - wenn es sein muss, über Jahre. Hier werden keine Inszenierungen, sondern "Veröffentlichungen", "Präsentationen" oder "Versuchsanordnungen" gezeigt - wenn es sein muss, über Tage. Das neue Projekt der strengen Gruppe um Regisseurin Claudia Bosse heißt "Où est donc le tableau" und findet in den Nestroysälen statt (letzte Vorstellungen: 24. bis 30.4.). In dem schönen, leeren Raum - einem ehemaligen Theater in einem Jugendstilhaus am Nestroyplatz - werden alternierend fünf verschiedene "Skizzen" gezeigt, maximal drei "Beobachter" sind jeweils zugelassen. Zu beobachten gibt es - jedenfalls in der vom Falter besuchten "Skizze" - während der knapp zweistündigen "Versuchsanordnung" allerdings nicht viel: Eine gelb gekleidete Performerin durchmisst den Raum, lässt sich zu Boden fallen, springt hin und wieder überraschend gegen die Wand. Dazu rezitiert


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