Volkstheater Unplugged

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

THEATER Das Volkstheater bekommt eine zweite Spielstätte: In einem alten Kino in der Margaretenstraße eröffnet der neue Direktor Michael Schottenberg im September eine Schmuddelecke. 

Das Pausenfoyer des Volkstheaters wird auch "Spielbar" genannt, weil dort nach Ende der Vorstellung an manchen Abenden kleine Late-Night-Aufführungen gespielt werden. Derzeit läuft hier etwa die Gert-Jonke-Miniatur "Wahrscheinlich Minuten", eine sehenswerte Veranstaltung. Sie hat nur einen Schönheitsfehler: Das Buffet ist zu dieser Zeit bereits geschlossen. Die "Spielbar" ist also die einzige Bar der Stadt, in der es nichts zu trinken gibt.

  Die trockene Bar ist symptomatisch für zwei große Probleme, unter denen das Volkstheater seit langem laboriert. Erstens: Das Haus hat ein eklatantes Groovedefizit. Zweitens: Dem Theater fehlt eine ordentliche zweite Spielstätte. Der designierte Direktor Michael Schottenberg, der das Volkstheater im September - nach 17 Jahren Emmy Werner - übernehmen wird,


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