Der Mann mit dem Hut

Stadtleben | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

MODE Man trägt wieder Hüte, Kappen, Hauben - und sie kommen aus Wien. Die vierte Generation der Modistendynastie Mühlbauer macht mit ihren sexy Kreationen von New York bis Tokio Furore. 

Die Chinesen nennen ihn "Verehrer des Schatzes". Das hört sich übersetzt noch am ehesten nach Klaus Mühlbauer an. Die Amerikaner sagen Muulbaur, die Franzosen Müllbour. Die Japanerinnen rufen ihn "Miru Miru" - weil es süß klingt. Und der 36-Jährige ist in Tokio ein bisschen so etwas wie ein Popstar. Aber auch in Peking, New York und Paris, in Rom, Zürich und London, in Madrid und neuerdings auch in Moskau sind seine Hüte gefragt. Den Markennamen zu ändern oder auch nur den Strich über dem u wegzulassen, ist für Mühlbauer trotzdem keine Alternative. Reicht doch die Tradition des Wiener Familienunternehmens mehr als hundert Jahre zurück.

  Früher ergab sich die Nachfrage fast von selbst: Bis in die Sechzigerjahre gehörte zu einem schicken Kostüm die passende Kopfbedeckung einfach dazu.


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