Die Angst der Superfrau

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

SEELE Angst vorm Autofahren, Angst vorm Einkaufen, Angst vor Menschen, Angst vorm Leben. Jahrelang kämpfte Traude Izaak mit schweren Panikattacken. Mittlerweile hilft sie anderen Angst-Betroffenen. 

Kurze Büropause, schnell in den Supermarkt hetzen, die Arbeit wartet, der Haushalt, die Kinder, die betagten Eltern - dann an der Kasse plötzlich diese komische Übelkeit, Herzrasen, Panik. "Jetzt passiert gleich etwas sehr Schlimmes", denkt sich Traude Izaak noch und rettet sich irgendwie raus, am ganzen Körper zitternd. An diesem Nachmittag in den Achtzigerjahren hat die Geschäftsfrau ihren Zusammenbruch, die erste schwere Panikattacke. Das bis dahin wohl geordnete Leben ist vorbei.

  Zuerst war da nur die diffuse Angst, in den Supermarkt zu gehen - weil dort die unerklärliche Panik lauert. Doch bald tauchen "die Zustände" überall auf. Angst vorm Friseur, Herzrasen in jeder Warteschlange, Panik beim Autofahren, Paranoia, wenn Freunde auf Besuch kommen, Furcht vor jedem Geschäftstermin.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige