TIER DER WOCHE

Statt Eisen

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 14/05 vom 06.04.2005

Neue Trends gibt es im Diebstahlsektor: "200 Tonnen Roheisen gestohlen", titelten diverse Medien letzte Woche, und der zivile Leser erfuhr noch, dass diese Ware "über Eisenstadt und Nickelsdorf nach Ungarn gebracht" werden sollte. Das hinterlässt beim Lesen doch einen etwas metallischen Nachgeschmack und gibt zu denken. Ob die Wiener FPÖ jetzt auch noch fordert, dass Ostösterreich nicht "Stahlingrad" werden darf? Ich bemerke bei mir jedenfalls eine klaffende Bildungslücke, denn ich würde als amtierender Zöllner dieses Diebesgut gar nicht als Roheisen erkennen können. Wie darf man sich dieses Material vorstellen, und was macht es so roh? Die Website des deutschen Roheisenverbands hält sich mit Details auch eher bedeckt: "Roheisen ermöglicht zuverlässiges Gattieren für Guss und Stahlverarbeitung." Interessant ist jedenfalls, dass dieses Material im Englischen pig iron, also Schweinseisen genannt wird. Was lernen wir daraus? Da dieses Material schon so wertvoll ist, dass es auf


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