"Das ist Träumerei"

Hier haken Sozialarbeiter ein. In Zürich werde längst - medizinisch kontrolliert - Heroin abgegeben. Suchtkranke leben dadurch gesünder, weil sie der Straße entkommen.

FLORIAN KLENK | Politik | aus FALTER 15/05 vom 13.04.2005

DROGEN Experten warnen vor zunehmendem Populismus in Wiens Drogenpolitik und fordern bessere Betreuung von Kranken. Was sagt Wiens Drogenkoordinator Michael Dressel? 

Wiens Drogenpolitik gilt als vorbildhaft. Ist damit bald Schluss? Vergangene Woche beklagte Gerhard Schinnerl, Chef der Wiener Streetworker und der Betreuungsstelle Ganslwirt, im Falter öffentlich die Mutlosigkeit der Stadtregierung. Anstatt endlich über Fixerstuben und die Abgabe harter Drogen nachzudenken (wie in Zürich erfolgreich ausprobiert), werde mittels "Zero Tolerance" schleichend das Prinzip "Strafe statt Therapie" eingeführt. Den Schaden würden die Suchtkranken, aber auch die Bevölkerung tragen. Im Falter-Interview antwortet Wiens Drogenkoordinator Michael Dressel. Der 39-jährige Drogenexperte arbeitete in der Aids Hilfe Wien, er war Mitbegründer der Betreuungsstelle Ganslwirt und setzte sich für den Spritzentauschbus ein.

Falter: Herr Dressel, Experten beklagen, dass Drogenkranke - vor allem in den Schutzzonen

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