Für den Hugo?

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 15/05 vom 13.04.2005

SOZIALISMUS Venezuelas Staatspräsident, der Haudegen Hugo Chávez, ist der neue Darling der westlichen Linken. Aber taugt der Caudillo von Caracas tatsächlich zum Säulenheiligen der Globalisierungskritiker? 

Mal trägt er Uniform und Stiefel dazu, dann wieder Anzug; fast immer auch ein Barett, Signum des Kriegers. Hugo Chávez, linker Populist, Entertainer, eine Type - mit mehr als einem Schuss ins Caudillohafte. Präsident Venezuelas seit sieben Jahren, hat er es schon länger zum Liebling der lateinamerikanischen Linken gebracht. Doch seit Jänner dieses Jahres ist er auch noch der Darling der globalen Zivilgesellschaft. Da hatte der volksnahe Exmilitär seinen großen Auftritt beim Weltsozialforum in Porto Alegre. Dort hielt er vor 120.000 Leuten eine denkwürdige Rede, in der er sich in gewohnter Bescheidenheit in eine Reihe von Jesus bis Che Guevara stellte: "Ich bin kein Präsident, ich bin Hugo (...) Ich bin ein Revolutionär, und jeden Tag bin ich mehr Revolutionär, denn jeden


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