Politik für Superhelden

Medien | ERWIN SCHOTZGER | aus FALTER 15/05 vom 13.04.2005

COMICS "Micky-Maus-Probleme", "HC-Man", "Achse des Bösen": Warum die Politik so gerne Anleihen aus Comics nimmt - und umgekehrt. 

Micky-Maus-Probleme" sind offenbar nicht ganz so harmlos wie Kanzler Wolfgang Schüssel noch vor kurzem geglaubt hat. Der Ausflug in die Welt des Comics sollte das heiße Thema FPÖ in die Abteilung Kinderkram verweisen. Pech gehabt. Der Kater Karlo der österreichischen Innenpolitik hat in knalligem Orange zurückgeschlagen.

  Verweise auf die Popkultur, insbesondere auf das Comic, sind in der Politik nicht selten. Einer der Auslöser der "Micky-Maus-Probleme", der Wiener FPÖ-Chef H.C. Strache, ist neuerdings als "HC-Man" im Superheldendress im Einsatz. In besseren Zeiten gab Jörg Haider seiner Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und Schüssel die Spitznamen Susi und Strolch. Und selbst der sonst eher trocken-sachliche Grünen-Chef Alexander Van der Bellen erklärt finanzpolitische Zusammenhänge gerne anhand der Beispiele von Donald Duck und seinem reichen


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