PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 15/05 vom 13.04.2005

"Eine Frau spricht einen Schwarzafrikaner an. Die beiden schmiegen sich aneinander. Ein kurzes Wortgeplänkel. Sie gehen in verschiedene Richtungen auseinander. Auch harmlose Liebestreffen, die im Frühjahr auf den Straßen gang und gäbe sind, könnten zur Tarnung von Suchtgifthandlungen verwendet werden. Der Unterschied ist immer schwerer zu erkennen, und die Dealer werden immer frecher. Pausenlos streifen sie zumeist paarweise umher, damit Süchtige besser auf sie aufmerksam werden. Warum die Polizei dem Spuk kein Ende macht? ,So ein Duo selbst führt keine Drogen mit sich, und Herumgehen ist nicht strafbar. Selbst wenn wir sie perlustrieren, müssen wir sie wieder laufen lassen', sagt ein Fahnder des Drogendezernates. Das Gift wird woanders gebunkert und erst nach Bestellung geliefert, wenn die Luft rein ist. Mit Razzien, Sonderstreifen in Zivil und geheimen Kommandoaktionen versuchen die Beamten dennoch, den Wiener Drogensumpf trockenzulegen. Feiern spektakuläre Erfolge, auch wenn es oft ein Kampf gegen Windmühlen ist." Aus der Krone vom 8. April. Was soll man dazu noch schreiben?


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