Kommentar

Volkstheater: Trau keinem über vierzig!

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 15/05 vom 13.04.2005

Haben Sie schon etwas von Annette Pullen gehört? Oder von Antoine Uitdehaag? Sagt Ihnen Andreas von Studnitz etwas? Nuran Calis - nie gehört? Sie alle - und einige mehr - werden in der kommenden Spielzeit am Wiener Volkstheater inszenieren. Sie nicht zu kennen ist übrigens keine Schande: Die Regisseure, die Michael Schottenberg für seine erste Spielzeit als Volkstheater-Direktor engagiert hat, sind bisher auch in Deutschland nur Theaterinsidern ein Begriff.

Wie gut Schottenbergs Wahl ist, kann also schwer beurteilt werden (ich zum Beispiel habe von keinem der neuen Regisseure jemals eine Inszenierung gesehen). Der Spielplan, den der neue Direktor vorige Woche präsentierte, wurde von den Tageszeitungen wohlwollend und doch mit leiser Enttäuschung aufgenommen: more of the same. (Der Kurier etwa meinte bizarrerweise, das Volkstheater befinde sich "weiter auf einem guten Weg".)

Wird die nach 17 Jahren Emmy Werner herbeigesehnte Revolution also ausbleiben? Tatsächlich wirkt Schottenbergs


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