WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 15/05 vom 13.04.2005

Mein Hirn und ich

In einer regelmäßigen (bspw. 14-tägig) in Manifestcharakter verfassten "Kolumne", die in einem performativen Akt vor Publikum kundgetan wird, werden ICH und mein originäres Denkgebäude vermittelt, Situationen beschwört, mein Hirn und dessen Anliegen nach außen gestülpt - unerhört in ihrem Inhalt, Wesen und Formulierung. (...) Inhaltlich bedeutet dies eine hochentwickelte Intellektualität gepaart mit übermächtigem Gefühlsausdruck - der Manierist spielt mit der Spannung zwischen Extremen, und dieses Spiel führt zu immer neuen Überraschungen, ja zu Schockerlebnissen beim Leser/Zuhörer. Manieristisches Dichten heißt souveräne Beherrschung einer sprachlichen Verbindungskunst, ein wissendes, geistig bestimmtes Dichten. (...) Die Nähe des Manifests zur Aktion und durch die oral-auditive Vermittlung von Texten wird die Intentionalität von Manifesten ins Werk gesetzt, oszillierend zwischen verstärktem publizitärem Impetus und eventuell gar rituellem Charakter.

Zumindest Michaela Falkner dürfte von ihrem Projekt überzeugt sein.

Forever young

Diesen Frühling ist das Reisen mit der Bahn für Österreichs Senioren ganz besonders günstig. Die ÖBB Personenverkehr AG lädt zur Präsentation der neuen Angebote für junge Menschen ab 60.

Einladung der ÖBB.

Forever fit

Jogging high für Körper und Geist: Laufen ist noch immer die effizienteste Methode, aus überschüssigen Fettpölsterchen Ruhekissen für das gute Gewissen zu schneidern. Der Kurier wird poetisch.

147 Steps to City Hall

Charles und Camilla stiegen in einen weinroten 62er-Rolls-Royce Phantom VI. Die Braut trug ein cremefarbenes Kleid des Londoner Designerduos Robinson Valentine. Für die Hochzeit hatte sie ihre Haare aufhellen lassen. Der Wagen fuhr das Paar vom Schloss Windsor in das nur 147 Schritte entfernte Rathaus.

Der Kurier bleibt matter-of-factish, Konfektionsgrößen aber schuldig.


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