Satire oder Sentiment?

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 15/05 vom 13.04.2005

MUSIKTHEATER Die Operette, einst Ausdruck von Ironie und Ungehorsam, ist heute ein weithin diskreditiertes und tot geglaubtes Genre. Soll man sie wiederbeleben oder einfach in Ruhe sterben lassen? Der Komponist Max Nagl und Librettist Franzobel versuchen mit "Der siebte Himmel in Vierteln" eine Renaissance. 

Zwei alte Revolutionäre und einer, der's gern wäre. Es war nicht ganz frei von unfreiwilliger Komik, als der Regisseur Michael Scheidl letzten Sonntag im Filmcasino mit dem Komponisten Otto M Zykan und dem Filmemacher Franz Novotny über deren "Staatsoperette" sprach. Novotny berichtete von dem riesigen Skandal, den diese 1977 im ORF ausgestrahlte musiktheatralisch-filmische Satire auf die letzten Tage der Ersten Republik auslöste. Zykan erzählte von den 1500 Anzeigen, die deswegen gegen ihn erhoben wurden, und von einer drohenden Haftstrafe (zu der es schließlich doch nicht kam). Scheidl aber fragte sich erwartungsfroh, ob nicht vielleicht auch er für die neue Operette "Der

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