Zurück ins Heim?

GERHARD EINSIEDLER | Steiermark Politik | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

SOZIALABBAU Mit dem Plan des Bundessozialamtes, die Fördermittel um ein Drittel zu kürzen, sind Projekte für behinderte Menschen akut gefährdet. 

Die steirischen Behindertenorganisationen sind am Limit: Trotz Reduktion der Fördermittel in den vergangenen Jahren - keine Valorisierung der Tagsätze vonseiten des Landes Steiermark seit dem Jahr 2000, weniger Geld vom Arbeitsmarktservice Steiermark, eine einzige, zweiprozentige Erhöhung des Pflegegeldes innerhalb von acht Jahren - wurde das Leistungsangebot für behinderte Menschen ständig ausgeweitet. Möglich wurde das nur durch das hohe Engagement Tausender Mitarbeiter, durch den Verzicht auf Vorrückungen beim Gehalt, ehrenamtliche Mitarbeit und viele unbezahlte Mehrstunden. Jetzt aber scheint das Maß voll zu sein. Vor wenigen Tagen schockte das Bundessozialamt Steiermark mit der Mitteilung, ihre Fördermittel um ein Drittel zu kürzen. Betroffen davon sind rund 120 Projekte in der ganzen Steiermark.

  Franz Wolfmayr, Präsident

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