STADT LAND

Steiermark Politik | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

GRAZ-UMGEBUNG Besonders perfid ist die Reaktion der in den "GU 8" zusammengeschlossenen Umlandgemeinden auf die Überlegungen der Stadt Graz zur Einführung einer City-Maut. Eine Ausflugssteuer oder "Wochenend-Umlandmaut" könnte sich GU-8-Obmann und Bürgermeister von Werndorf, Willibald Rohrer, im Gegenzug vorstellen. In Deutschland hat sich der Konflikt zwischen Städten und "Speckgürtel" bereits zugespitzt: In Darmstadt forderten die Städte am Städtetag letzte Woche von der Bundesregierung die "Beseitigung aller steuerlichen Anreize zum Siedeln und Pendeln ins Umland". Wird man an der Stadtgrenze bald ein Visum brauchen?

MEDIEN Vom - derzeit noch - verhältnismäßig geringen Anteil ausländischer Investments in den slowenischen Medienmarkt berichtete Marko Milosavljevic von der Uni Ljubljana anlässlich des ersten steirisch-slowenischen Medientages an der FH Joanneum Graz. Unter den größten ausländischen Investoren im Zeitungsbereich sind die Leykam (27,14 Prozent an Vecer und 55,65 Prozent an Dobro Jutro) und die Styria (25,74 Prozent an Dnevnik, Alleineigentümerin am Gratismagazin "Zurnal"). Die Studierenden des Journalismuslehrgangs präsentierten außerdem die Studie "Der EU-Beitritt in Sloweniens Medien - journalistische Stimmungsbilder". Sehr stimmungsvoll.

GRAZ Das hätte sich Hannes Kartnig besser überlegen müssen. Der Präsident des zuletzt nicht nur finanziell in Bedrängnis geratenen SK Sturm Graz hatte dem Grün-Abgeordneten Peter Hagenauer über die "Kronen Zeitung" seinen Job angeboten. Womit Kartnig nicht gerechnet hat: Hagenauer nahm an und arbeitete über Nacht einen 16-Punkte-Plan für seine Präsidentschaft aus. Eckpunkte: Redemokratisierung des Vereins, Veröffentlichung der Finanzen, Nachwuchsarbeit statt teurer Transfers und Einsatz für die Erhaltung der von der Stadt übernommenen "Gruabn" als Sportstätte. Aber ob Hannes Kartnig Hagenauer wirklich in den Verein aufnehmen wird?


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