Wienerschnitzel mit Schlag

Steiermark Kultur | JOHANNES FRANKFURTER | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

OPER Das Grazer Opernhaus muss nach der Umwandlung zu einer GesmbH auf die Kosten schauen, sein Publikum bedienen, aber auch anspruchsvolle Musiktheaterkunst machen. 

Wir spielen für Graz und für sonst niemand", sagt er mit Nachdruck, und: "Mehr als einen Risikotitel kann ich mir nicht leisten." Bei Jörg Koßdorff, dem geschäftsführenden Intendanten der Grazer Oper, schwingt ein resignativ-trotziger Unterton mit. Er kennt seine Möglichkeiten vor allem im Hinblick auf das Grazer Publikum und hat seine künstlerischen Zielvorgaben diesem und den sonstigen Rahmenbedingungen ziemlich stromlinienförmig angepasst.

  So heißt der Risikotitel der heurigen Saison "Boulevard Solitude". Er wurde 1951 von Hans Werner Henze komponiert, der demnächst seinen Achtziger feiert. Seit 1967 ist dieses Werk, das am kommenden Samstag Premiere haben wird, die erste Oper des prominenten deutschen Komponisten in Graz. Mit G.H. Seebach als Regisseur hat Intendant Koßdorff eine bewährte Kraft ins Haus


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