Kunst im Bau

Steiermark Kultur | KARIN TSCHAVGOVA WONDRA | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

GEFÄNGNISARCHITEKTUR Die neue, soeben preisgekrönte Justizanstalt in Leoben ist kein Luxushäfen, sondern ermöglicht humanen Strafvollzug. Das ist Voraussetzung für gelungene Resozialisierung. 

Vor genau dreißig Jahren wurde in Österreich unter dem sozialistischen Justizminister Broda eine Justizreform beschlossen, die nicht den Aspekt der Strafe betonte, sondern die Möglichkeiten der Resozialisierung von Gefangenen forcierte. Die Broda-Reform gilt bis heute europaweit als fortschrittlich. Erst durch sie wurden 1975 Strafen am Leib wie Dunkelhaft oder Fasttag abgeschafft. Seither besteht die Sanktion des Unbotmäßigen aus dem Freiheitsentzug und nur aus diesem, und ein Häftling soll innerhalb der Anstalt ein den Bedingungen draußen ähnelndes Leben führen. Dazu zählen tägliche Arbeit mit Entlohnung, das Leben in einer Wohngruppe und das Recht auf Rückzug.

  Im organisatorischen Bereich des österreichischen Normalvollzugs, sagt Michael Neider, Sektionschef im Justizministerium,


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