Das Chamäleon spielen

Steiermark Kultur | INGRID BRODNIG | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

LITERATUR Elisabeth Edl, Übersetzerin und frische Johann-Heinrich-Voß-Preisträgerin, spricht über Rollenspiele und die Treue zum Original.

Als sie an der Universität Poitiers Deutsch lehrte, war das Übersetzen nur eine zusätzliche Tätigkeit. Die Herausforderung in der Freizeit wurde dann aber zum Hauptberuf. Elisabeth Edl, die aus dem steirischen Ort Wagna kommt und heute in München lebt, hat zahlreiche französische Autoren - von Jules Verne bis Patrick Modiano - ins Deutsche übersetzt. Für ihre letzte Arbeit, die Neuübersetzung von Stendhals "Le Rouge et le Noir", erhielt sie heuer den Johann-Heinrich-Voß-Preis - die angesehenste Auszeichnung für deutschsprachige Übersetzer. Am 1. Mai wird ihr der Preis in Salzburg überreicht.

Falter: Sie haben ja nicht als Erste "Rot und Schwarz" übersetzt. Wie beeinflusst das die Arbeit des Übersetzers? Nicht jeder will sich frühere Fassungen ansehen.

Elisabeth Edl: Für mich ist es unerlässlich, dass man sich die vorangegangenen Übersetzungen

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