Sie bewegt sich doch...

Vorwort | DIETER BRAUNSTEIN | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

KOMMENTAR Die offiziellen Schulreformvorschläge lassen Hoffnung schöpfen, klammern aber eine wichtige Frage aus. 

Der "Pisa-Schock" wurde von den Medien zwar übertrieben, heilsam war er allemal: Das schlechte Abschneiden der österreichischen Schulen bei der internationalen Vergleichsstudie führte zu einem Wettlauf der Ideen ohne ideologische Scheuklappen und damit zu einer großen Chance auf tatsächlich weitreichende Veränderungen des Schulwesens. Nun liegt auch der Abschlussbericht der sogenannten "Zukunftskommission" vor, die 2003 eingerichtet wurde. Dieser Bericht hat eigentlich nichts mit Pisa zu tun, könnte aber vom Rückenwind, der von den öffentlichen Diskussionen ausgelöst wurde, profitieren. Jetzt sind die Politiker am Zug: Sie müssen die von den Experten formulierten Vorschläge umsetzen. Die Prämisse des Berichts - "Schule braucht Sicherheit und Bewegung" - lässt zumindest hoffen.

Jahrzehntelang wurde Qualität an den Schulen durch staatliche Vorgaben definiert:


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