"Recht auf Differenz"

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

KAMPF DER KULTUREN Aviezer Ravitzky, Religionsphilosoph aus Jerusalem, warnt davor, die Juden mit dem Westen zu identifizieren. Amerikanisierung und westlicher Liberalismus könnten kein Vorbild für die Welt sein.

Aviezer Ravitzky ist Religionsphilosoph an der Hebrew University in Jerusalem und einer der profiliertesten religiösen Denker innerhalb des israelischen Friedenslagers. Er plädiert mit theologischen Begriffen für eine Mäßigung der Religionen und Kulturen. Diese Woche referierte er auf Einladung der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien.

Falter: Sie warnen davor, dass die Juden im Kampf der Kulturen sich zu sehr mit dem Westen identifizieren. Gibt es einen solchen Kampf überhaupt? Oder werden Konflikte heute einfach zusätzlich kulturalisiert?

Aviezer Ravitzky: Es gibt dieses berühmte Konzept von Samuel Huntington, dass es kulturelle Gräben zwischen den großen Zivilisationsblöcken gibt, gewissermaßen einen Krieg. Ich will mir dieses Konzept nicht zu Eigen machen. Mich

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